Azzaro: Azzaro pour Homme

„Ready little boy? … I don’t expect a speech. A simple yes would be enough for me.” From “The Scent of Women” 

I plead guilty.

I am guilty of being extremely sentimental at times, of appreciating the past and of protecting it like a gem. I like traditions which, much to my regret, are less and less cultivated. For example, I love the tradition of coffee and cake in the afternoon, unfortunately, due to increasing lactose intolerance and high blood pressure I can only rarely indulge this.

I also love Sunday roast. The whole family comes together and meets at a richly set table to eat a delicious meal together. Only I remain more and more often away from such family meetings, since I mutated meanwhile to the hobby vegan.

These are the Sundays I miss the most. From Monday to Saturday I was looking forward to this one wonderful day. The men wore chic suits, the ladies and girls great dresses. Sometimes airy in summer, sometimes in muted colours, but always elegant. People laughed, ate, drank and just had fun.

But above all I remember scents. The roast smelled excellent, of course. My mother spent hours in the kitchen to make the guests happy. The fresh arrangement on the table smelled of the flowers from the garden. Sometimes it was more roses, sometimes lilies, sometimes it was dahlias and chrysanthemums.

But the fragrance that was most memorable for me was the fragrance of my father.

For special occasions he always wore his favourite perfume Azzaro. It smelled like men. Male. Adult and authentic. Authentic and beyond all doubt. Of course with a dash of tobacco, moss, musk. One smells the sandalwood and the light vetiver note. Only slightly, so as not to overlay all the other notes. Of course, I didn’t know anything about these scents at the time. It just smelled familiar, warm and cozy. Just a fragrance for men, nothing for boys.

I confess that I haven’t smelled the perfume for a long time and only lifted it out of spiritual contemplation in 2007 after a review by Luca Turin. I still love this fragrance and can only agree with Luca Turin that it is one of the best fragrances in the world.

This fragrance is everything. It can be obscene and loud. I imagine the designer Valentino sitting tanned in his convertible driving along the Cote d’Azur and smelling of Azzaro. But it can also be subtle and discreet in the background. So I can imagine Prince Charles smelling like Azzaro at a reception.

Above all, however, the scent makes one thing happen. It smells familiar, homey, calming and very mature.

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„Fertig Kleiner? … Ich erwarte keine Ansprache. Ein einfaches Ja würde mir genügen.“ Aus „Der Duft der Frauen“ 

Ich bekenne mich schuldig.

Schuldig, mitunter äusserst sentimental zu sein und die Vergangenheit sehr zu schätzen und diese wie ein Kleinod zu schützen. Ich mag Traditionen, die sehr zu meinem Leidwesen, immer weniger gepflegt werden. Zum Beispiel liebe ich die Tradition von Kaffee und Kuchen am Nachmittag, leider kann ich dieser Aufgrund von zunehmender Laktose Intoleranz und Bluthochdruck nur noch selten frönen.

Auch liebe ich Sonntagsbraten. Die gesamte Familie kommt zusammen und trifft sich an einem reich gedeckten Tisch, um gemeinsam einen köstliches Essen zu verspeisen. Nur ich bleibe mittlerweile solchen Familientreffen immer öfters fern, da ich inzwischen zum Hobby Veganer mutiert bin.

Gerade diese Sonntage vermisse ich am meisten. Von Montag bis Samstag hat man auf diesen einen, wundervollen Tag hin gefiebert. Die Männer trugen schicke Anzüge, die Damen und Mädchen tolle Kleider. Mal sommerlich luftig, mal in gedeckteren Farben, aber immer elegant. Man lachte, aß, trank und hatte einfach nur Spaß.

Ich erinnere mich aber vor allem an Düfte. Der Braten roch natürlich vorzüglich. Meine Mutter hat Stunden in der Küche verbracht, um die Gäste glücklich zu machen. Das frische Gesteck auf dem Tisch duftete nach den Blumen aus dem Garten. Mal waren es mehr Rosen, mal Lilien, ein anderes Mal war es Dahlien und Chrysanthemen.

Der Duft, der sich allerdings am meisten bei mir eingeprägt hat, war der Duft meines Vaters.

An den Feiertagen trug er immer sein Lieblingsparfüm Azzaro. Es roch wie Männer eben riechen. Männlich. Erwachsen. Authentisch und über jeden Zweifel erhaben. Natürlich mit einer Schuss Tabaknote, Moos, Moschus. Man riecht das Sandelholz und die leichte Vetivier Note. Nur leicht, um alle anderen Noten nicht zu überlagern. Natürlich wusste ich damals nichts über diese Duftnoten. Es roch einfach nur vertraut, warm und behaglich. Eben ein Duft für Männer, nichts für Jungs.

Ich gestehe, dass ich das Parfum lange nicht mehr gerochen und erst 2007 nach einer Rezension von Luca Turin aus der geistigen Versenkung gehoben habe. Ich liebe diesen Duft und kann Luca Turin nur beipflichten, dass es eines der besten Düfte der Welt ist.

Dieser Duft ist alles. Er kann obszön und laut sein. Ich stellen mir vor, wie der Designer Valentino braungebrannt in seinem Cabrio sitzt und die Cote d’Azur entlangfährt und nach Azzaro duftet. Er kann aber auch dezent im Hintergrund wirken. So kann ich mir genauso vorstellen, wie Prinz Charles bei einem Empfang nach Azzaro duftet.

Vor allem macht der Duft aber eins. Er riecht vertraut, heimelig, beruhigend und sehr erwachsen.

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